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"Wohl oft fand ich, was Aug und Herz ergötzte, doch nie, was meine Heimat mir ersetzte."
Friedrich Martin von Bodenstedt (1819 - 1892), deutscher Philologe
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MEDENBACH
Copyright by MARGOT GAIL
Es liegt zwischen tiefen Tälern und steilen Höhen,
man kann sich gar nicht satt genug daran sehen.
Unser Medenbach ein Dörfchen hübsch und klein,
wunderschön gelegen im Tal, ruhig, piksauber, fein.
Vergleicht man die Orte ringsrum mit edlem Gestein,
so ist Medenbach ein Juwel, geschliffen und lupenrein.
Hoch oben in den Löchern ein Bächlein entspringt,
das leise murmelnd durch Fluren und Auen sich wind.
Ist jemand ruhig und still und tut drauf lauschen,
hört man ganz nahe des Waldes leises rauschen,
Abends auf der Terrasse guck ich zum Firmament rauf,
zieht in meinem Herzen ein heißes Glücksgefühl auf,
dass ich hier wohne, ganz nahe bei Nachbarn und Teich,
plötzlich fühle ich mich gesegnet, glücklich und unsagbar reich.
Überhaupt ist unsere Landschaft herrlich und schön,
wenn man will, kann man stundenlang spazierengehn.
Ist man mal müde von so einem langen, schweren Gang,
lockt eine traute Bank, ruhe Dich aus, strecke Dich lang.
Frühmorgens hört man des Kuckucks fröhlichen Schall,
spätabends schluchzt, pfeift und singt die Nachtigall.
Wenn im Frühling alles sprießt mit Wucht und Macht,
denkt ein naturverbundener Mensch, oh welche Pracht.
Blühen die Maiglöckchen, das Buchenlaub kommt endlich raus,
fühle ich, hier ist meine Heimat, hier bin ich zu Haus.
Wenn ich einmal scheiden muß von dieser weiten Welt
und schwebe über dem wunderschönen Sternenzelt,
dann blicke ich herunter aus dem herrlichen Himmelssaal,
danke dem Herrgott, dass ich geboren wurde im Medenbach-Tal.
Käme ein höheres Wesen und fragte mich: Wohin, Du hast die Wahl,
ich würde antworten: Zu meinen Kindern und Tieren ins Medenbach-Tal.
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